Ein ereignisreiches Jahr mit Tagungen, Veröffentlichungen sowie Weiterentwicklungen unserer SprachNetz Community- und Lernplattform liegt hinter uns. Wir blicken zurück auf 2025 und nach vorn auf das, was 2026 für SprachNetz bringt.
Zu Beginn des Jahres 2025 feierten wir das 75-jährige Bestehen des Instituts für Rehabilitationspädagogik der MLU Halle-Wittenberg, an das unser Projekt SprachNetz angebunden ist.

Ein erster bereichernder wissenschaftlicher Austausch erwartete uns im März an der Universität Leipzig bei der Dozierendenkonferenz des Bereichs „Sprechen, Sprache und Kommunikation“. Im selben Monat folgte an der Universität Köln das 24. dbs-Symposium unter dem Titel „Erst denken, dann sprechen“. Wir waren nicht nur anwesend, sondern hatten die Möglichkeit, den aktuelle Stand der SprachNetz Community-Plattform zu präsentieren sowie die Perspektive des transdisziplinären Arbeitens für eine gestärkte Zusammenarbeit in der Sprachförderung und -therapie einzubringen.
Mit dem ersten lauter werdenden Vogelgesang zog es uns am 5. April in das idyllische Stiftsgut in Stichelsdorf zum Familienhoftag. Im vergangenen Jahr war wir dort mehr als einmal anzutreffen. Auch das Sommer- und Herbstfest im August und September ließen wir uns nicht entgehen, um mit Familien, Sorgeberechtigte und Kindern in direkten Kontakt zu kommen, über Sprache, Förderung, Kita und Schule zu sprechen und gemeinsam sprachbezogene Quizangebote zu erleben. Wer nicht dabei war, findet unsere spielerischen Beiträge auf unserer Lernplattform: Ideen zur Sprachförderung | SprachNetz WISSEN

À propos Lernplattform: In diesem Jahr haben wir die Plattform SprachNetz WISSEN veröffentlicht. Als digitale Lehr- und Lernplattform stellt sie kostenfrei evidenzbasierte Informationen, interaktive Materialien sowie praxisnahe Hilfestellungen für den Alltag von Sorgeberechtigten, Sprachtherapeut:innen, Ärzt:innen sowie pädagogischen Fachkräften in Kita und Schule bereit. Auf diese Weise werden zentrale Themenfelder rund um Sprache und Entwicklung, Bildung, Beeinträchtigung, Förderung und Therapie, Teilhabe und Umfeld sowie Vernetzung praxisnah aufgegriffen. Die Plattform wird derzeit kontinuierlich mit Inhalten gefüttert und verbessert – ein erster Einblick lohnt sich: SprachNetz WISSEN.
In den letzten Jahren haben wir uns zudem intensiv mit der Entwicklung einer digitalen Plattform zur fallbezogenen Vernetzung zwischen medizinisch-therapeutischen und pädagogischen Berufsgruppen sowie Familien beschäftigt. Im Sommer 2025 ist es uns gelungen, diese Community-Plattform kostenfrei für alle Interessierten bereitzustellen. Aktuell befindet sie sich noch in einer Testphase, in der bereits alle Funktionen genutzt werden können, während die Website bei Bedarf weiter optimiert wird. Konkrete Informationen zur Registrierung und Nutzung finden Sie hier.
2025 – ein Jahr voller Veröffentlichungen. So sind wir seit Mai im Band 2 des Sammelbands „Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung“ mit dem Beitrag „Mit SprachNetz wird Screeningzeit zur Primetime für die kindliche Sprachentwicklung“ vertreten. Während dort alle Schwerpunkte unseres Projekts in ihrer Aktualität erläutert werden, bekommt man im zweiten Heft (2025) von Forschung Sprache des dgs (Deutsche Gesellschaft für Sprachpädagogik e.V.) einen tieferen Einblick in den Schwerpunkt der digitalen Diagnostik und des Qualitätsmanagements bzw. genauer, wie ein Fragebogen zur Erfassung der Elternperspektive aussehen kann (Clara Schwarzenberg, Charlotte Albrecht, Maren Eikerling, Stephan Sallat: „Elternperspektive gesucht! – Elterliche Einbindung in die transdisziplinäre Sprachdiagnostik und -förderplanung“).

Mit der Veröffentlichung der SprachNetz Community-Plattform ist uns eine Praxisimplementation einer Möglichkeit interdisziplinär niedrigschwellig zusammenzuarbeiten, gelungen. Das sollte wissenschaftlich nicht unkommentiert bleiben. So veröffentlichten wir in der Zeitschrift frühe Kindheit (03/25; „digitale Medien in früher Kindheit“) einen Beitrag zu Hintergrund und Nutzung der SprachNetz-Plattform (Corinna Bliedtner-Ziegenhagen, Clara Schwarzenberg, Jana Liesegang, Selma Neubauer, Jana Lambrecht, Stephan Sallat: „Stark in Kooperation – Zusammenarbeit mit der SprachNetz-Plattform interdisziplinär gestalten“).
Neben Sorgeberechtigten sehen wir in Pädagog:innen aus Kita und Schule eine potenzielle Zielgruppe unserer Plattformen. Wir haben deshalb Anfang Mai beim 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag einen Stand betrieben, um auf unsere Vernetzungs- und Informationsportale aufmerksam zu machen und mit Interessierten über Bedürfnisse, Probleme und Wünsche ins Gespräch zu kommen. Diese drei Tage auf der Leipziger Messe waren eine Bereicherung für uns.
Den Austausch mit Sprachtherapeut:innen suchten wir daraufhin Ende Mai beim dbl-Kongress in Bremen. Wie in Bremen, so konnten wir auch im Spätsommer beim 23. VIFF-Symposium (Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung) in Halle (Saale) sowie bei der 60. Tagung der DGfE-Sektion Sonderpädagogik (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft) in Heidelberg durch Beiträge und Diskussionen etliche neue Impulse sammeln.

Im Sommer schauten wir außerdem mit großer Vorfreude auf unser 4. Netzwerktreffen. Am 10. September 2025 fanden sich dazu rund 50 Akteur:innen aus den Bereichen Kita, Schule, Gesundheits- und Bildungsmanagement, Fördepädagogik sowie aus therapeutisch-medizinischen Bereichen wie Sprachtherapie und Pädiatrie in den Räumen der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) zusammen, um die kindlichen Sprachentwicklung interdisziplinär zu betrachten. Diverse Workshops, darunter von unserer Teamleitung Dipl.-Päd. Corinna Bliedtner-Ziegenhagen zum Interdisziplinär vernetzten Arbeiten im Bereich Selektiver Mutismus, von Dr. Svenja Gusewski aus dem Projekt MehrSelbst zur Herausforderung Mehrsprachigkeit in Kitas und Schulen, von StaaEx. Robert Jurleta vom Landeskompetenzzentrum zur sprachlichen Bildung und Förderung zum Philosophieren mit Kindern sowie unserem Projektleiter Prof. Dr. Stephan Sallat zum Thema Sprache fördern mit Musik untermalten die Bedeutung, den Spracherwerb von Kindern stets gemeinsam aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Zusätzlich organisierten M. A. Clara Schwarzenberg und M. Sc. Jana Liesegang aus dem SprachNetz-Team ein BarCamp, bei welchem man sowohl unsere Community-Plattform als auch unsere Lernplattform kennenlernen und ausprobieren konnte. Hervorzuheben sind außerdem die spannenden Keynotes von Verwalt.-Prof.’in Dr. Bianka Wachtlin und Prof. Dr. Andreas Seidel.

Auch 2025 veranstalteten wir an fast jedem ersten Donnerstag im Monat eine digitale Sprechstunde. Diese wollen wir auch im kommenden Jahr fortführen. Wir freuen uns jederzeit über neue und bekannte Gesichter, über Fragen und Anregungen und möchten herzlich einladen, auch in 2026 online dazuzustoßen! Alle vergangenen Impulse aus den Sprechstunden finden Sie hier anprechend aufbereitet auf unserem YouTube-Kanal.
Dankbar schauen wir zurück auf die vielen Gespräche, Feedbacks und Impulse in 2025 und vorfreudig auf ein letztes halbes Jahr SprachNetz in 2026!
Weiterer wertvoller wissenschaftlicher Austausch erwartet uns auf der diesjährigen Dozierendenkonferenz des Bereichs „Sprechen, Sprache und Kommunikation“ in Würzburg am 02. und 03.03.2026 sowie auf dem diesjährigen dbl-Kongress am 19. und 20.06.2026 in Weimar.
Unser Highlight wird in diesem Jahr die SprachNetz-Abschlusstagung am 08. Mai 2026 sein. Diese wird unter dem Titel „Digitale Zusammenarbeit und Partizipation“ online von 9:00 bis 16:45 Uhr stattfinden. Was Sie erwartet finden Sie hier oder in folgendem Flyer:
Hier können Sie sich zu unserer Abschlusstagung anmelden.
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